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Raum, Zeit und Relativität Bei Kant und Einstein zwischen Philosophie und Physik |
"Zu Wissen was die Welt im Innersten zusammenhält" Kant und Einstein beim Spaziergang. Leitet sich doch das Wort vom Lateinischen (spatium) ab und meint ein raumgewinnendes Gehen. Um aber den Raum, auf solche Wiese zu erschließen, bedarf es notwendigerweise der Zeit, die Grundbestimmtheit jeder Bewegung. (Für Kant war der pünktliche Spaziergang derart obligatorisch geworden, daß die Königsberger ihre Uhren danach zu stellen pflegten.) Einstein und Kant als Spaziergänger, die neue Welten erschlossen haben. Das Beispiel macht deutlich, daß es jede Alltagserfahrung sich in den Koordinaten von Raum und Zeit zuordnen lassen muß. Raum und Zeit sind die weltkonstituierenden Elemente der menschlichen Auffassungsgabe und das Koordinatensystem jeder Welttheorie. Sind diese Koordinaten nun die unüberwindlichen Grenzen für den Verstand, über die hinaus keine Erkenntnis möglich ist, wie dies Kant lehrte, oder leitet die Überwindung der klassischen Raum-Zeit-Vorstellung und die Verschmelzung zu einem Kontinuum, eine neue naturwissenschaftliche Ära ein? Zum Buch: "Die so unterschiedlichen Theorien von Raum und Zeit" Das Buch beschäftigt sich vor allem mit der Fragestellung, ob die Kantische Raum-Zeit-Vorstellung (transzendentale Ästhetik genannt) angesichts der modernen physikalischen Raum-Zeit-Lehren ( besonders die Relativitätstheorie) noch Gültigkeit besitzt. Dabei wird dem Leser nicht nur über die Gegensätzlichkeit dieser beiden Theorien eingeführt, sondern es wird ein Bild über die gesamte Raum-Zeit-Problematik gegeben. Anschaulich erfährt der Leser, wie Newton den absoluten Raum mit einem halb gefüllten Wassereimer beweisen wollte, und Leibniz diese Vorstellung mit einem Barometer zu widerlegen versuchte Eingehend wird auch der Entwicklungsgang der Relativitätstheorie erläutert und ihre philosophischen und physikalischen Zusammenhänge dargestellt. Befürworter (Reichenbach) und Kritiker (May, Driesch, Hoyer) kommen zu Wort, um in der dialektischen Darstellung die problematischen Punkte aufzuzeigen. Das Buch möchte die antropozenthrische Sichtweise Kants auf Raum und Zeit verteidigen. Und aufzeigen, daß es der Physik unmöglich ist, als Erfahrungswissenschaft, über die Erfahrung selbst hinaus Aussagen zu machen. Das Buch soll aber vor allem Lust darauf machen, sich diesem interessanten Thema völlig unbefangen zu nähern. Es ist weder ein mathematisches-physikalisches, noch ein philosophisches Fachwissen notwendig, um es lesen und verstehen zu können Außerdem ist es in einem verständlichen Deutsch (kurze Sätze) geschrieben, wobei alle Gedanken grundlegend entwickelt werden.
Autor: sendker@googlemail.com
Erhältlich im Buchhandel: 160 Seiten, 15,24 EUR Sendker, Werner Bernhard: Die so unterschiedlichen Theorien von Raum und Zeit. Der transzendentale Idealismus Kants im Verhältnis zur Relativitätstheorie Einsteins, Osnabrück: Der Andere Verlag, 2000 ISBN 3-934366-33-3 http://www.der-andere-verlag.de Um das Buch online zu lesen, auf den Buchdeckel klicken!
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