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Über den Namen Benedikt

Wo er herkommt, wer den Orden der Benediktiner gründete, welche bekannten Menschen auch Benedikt hießen und heißen, welche Päpste mit dem Namen Benedikt es bisher gab ...


Die Herkunft des Namens Benedikt

Herkunftssprache: Lateinisch

Bedeutung: der Gesegnete

Der Name Benedikt wurde verbreitet durch den Heiligen Benediktus von Nursia. Das Wort benedicere bedeutet beglückwünschen oder segnen. Varianten des Namens sind auch Benedict im Englischen und Französischen, Bennett im Englischen, Benedetto im Italienischen, Benito im Italienischen und Spanischen, Benoit im Französischen und Benedictus im Lateinischen.

Benedikt von Nursia und die Benediktiner

Benedikt von Nursia Benedikt von Nursia war der Ordensgründer der Benediktiner. Er wurde bei Nursia (heute Norcia in der Provinz Perugia in Italien) um 480 geboren und starb in Monte Cassino am 21.3. 547.

Er war Abt des von ihm gegründeten Klosters Monte Cassino bei Neapel (um 529). Durch Benedikt von Nursia wurden die Regeln des Benediktinerordens verfasst und aufgeschrieben. Sein heiliger Tag ist der 11. Juli. Benedikt von Nursia hat auf bildlichen Darstellungen oft ein Buch und einen Abtstab bei sich.

Kloster Monte Cassino Das Bild zeigt Kloster Monte Cassino, das Zentrum der Benediktiner. Die Regeln des katholischen Ordens (lateinisch Ordo Sancti Benedicti, mit heute etwa 10000 männlichen und 20000 weiblichen Mitgliedern) fordern Verbleiben im Heimatkloster, Abkehr vom weltlichen Leben, Streben nach Vollkommenheit und Gehorsam unter dem Abt. Die Ordentstracht ist schwarz. Die bedeutendsten Klöster in Deutschland sind Beuron, Ettal und Maria Laach. Die Benediktiner zählten im Mittelalter zu den wichtigsten theologischen und kulturellen Lehrern des Abendlandes.

Bekannte Benedikte ...

Benedikt Dreyer war ein Bildschnitzer, geboren um 1485, gestorben nach 1555. Ab etwa 1515 war er führender Meister in Lübeck. Seine Holzbildwerke (Antoniusaltar, 1522, Lübeck, St.-Annen-Museum) gehören zu den ausdrucksvollsten Arbeiten der Spätgotik in Lübeck.

Benedikt Carpzov war ein Rechtsgelehrter, geboren in Wittenberg am 27.5. 1595, gestorben in Leipzig 30.8. 1666. Er gilt als Begründer der deutschen gemeinrechtlichen Strafrechtswissenschaft und war Verfasser des ersten, vollständigen Systems des evangelischen Kirchenrechts.

Benedikt Ried , auch Meister Benedikt, war ein Steinmetz und Baumeister. Er wurde in Piesting (bei Wiener Neustadt) um 1454 geboren und starb in Prag am 30.10. 1534. In Prag schuf er v.a. den Wladislawsaal (1493 bis 1502) im Königspalast auf dem Hradschin, ferner das königliche Oratorium im St. Veits Dom (1490 bis 1493).

Benedikt Wurzelbauer war ein Erzgießer, der in Nürnberg am 25.9.1548 geboren wurde und auch dort am 2.10.1620 starb. Er schuf den Tugendbrunnen in Nürnberg (1584 bis 1589), den Venusbrunnen für Prag (1599 und1600) sowie plastische Arbeiten.

Benedikt Eichhorn spielt Klavier und begleitet z. B. Pigor und die Pigouretten. Die treten oft in der Bar jeder Vernunft in Berlin und anderswo auf und haben schon einige CDs gemacht.

Päpste

Es gab auch zahlreiche Päpste, die Benedikt hießen:

Benedikt VIII. (1012 bis 1024), krönte Heinrich II. 1014 zum Kaiser und wirkte für eine Erneuerung der Kirche

Benedikt IX. (1032 bis 1045), beim Amtsantritt angeblich erst 12 Jahre alt, verzichtete 1045 gegen Geld zugunsten von Gregor VI. auf das Amt

Benedikt XII. (1334 bis 1342), er war sittenstreng und hoch gebildet; reformierte die kirchliche Ämterbesetzung und den Klerus; begann den Bau der Papstburg in Avignon

Benedikt XIV. (1740 bis 1758), Gelehrter; wegen seiner Toleranz selbst von Friedrich dem Großen und Voltaire geschätzt; nachgiebig gegenüber der Kirchenpolitik der albsolutistischen Herrscher, Gegner der Jesuiten

Benedikt XV. (1914 bis 1922), bemühte sich im 1. Weltkrieg um Milderung der Kriegshärten; seine Versuche einer Friedensvermittlung blieben erfolglos

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